Pizza ist ja bekanntlich das Leibgericht sehr vieler großer und kleiner Genießer. Und es gibt so viele verschiedene leckere Varianten dieses italienischen Klassikers.

In einer kleinen Münchner Pizzeria durfte ich einmal eine ganz außergewöhnliche und dabei besonders feine glutenfreie Pizza-Variation ausprobieren. Das Besondere daran waren ganz fein geschnittene Kartoffeln, die als Belag dienten.

Von dem wundervollen Genuss inspiriert, habe ich dieses besondere Rezept entwickelt: Meine Pizza Patata e Tartufo.

Eine Pizza, die ohne Tomatensoße auskommt und mit feinen Kartoffelscheiben sowie einer Komposition aus Trüffelöl, Ziegenkäse, Pinienkernen und frischem Rosmarin aromatisiert wird. Also lauter feine wärmende Zutaten, die perfekt für kühle Herbsttage geeignet sind. Mit den besten Freunden oder einfach aufs Sofa eingekuschelt, ist sie ein super leckeres Gericht, das Wärme spendet. Mehr zu wärmenden Lebensmitteln findet ihr in meinem Artikel in der Kategorie “Das gesunde Leben”.

Die Idee für meinen glutenfreien Teig stammt aus Trudel Marquardt’s „Glutenfrei genießen“ (S. 48). Ich habe die Mengenangaben in unzähligen Versuchen verfeinert und in diesem Rezept festgehalten.

Es erfordert in der Tat einiges an Übung, denn insbesondere die Beigabe von Wasser zum Teig kann variieren und ist mehr oder minder eine Gefühlssache. Aber es lohnt sich, denn die Pizza ist eine wahre Gaumenfreude für warme Sommerabende oder auch viele andere Gelegenheiten. Die Teigherstellung Schritt für Schritt findet ihr auch in meinem Pizza-Video.

Nun bin ich ganz gespannt, wie euch mein etwas außergewöhnliches Pizza-Rezept schmecken wird. Ich freue mich über eure Kommentare.

Love,
Eure Jenny

Zutaten für 4 Personen

für den Teig:
335 g glutenfreies Mehl (z.B. von Schär Farine** oder Mix it**)
1 Pkg. Trockenhefe (z.B. von Dr. Oetker)
1 TL Steinsalz
1 TL Kokosblütenzucker
1 1/2 EL Olivenöl
ca. 300 ml lauwarmes Wasser

für den Belag:
5 EL Olivenöl
150 g Creme fraiche
300 g Kartoffeln
150 g Ziegenfrischkäse
1 Zweig frischer Rosmarin
2-3 TL Trüffelöl
3 EL Pinienkerne
eine Prise frisch gemahlener Pfeffer

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Zubereitung

Das Mehl mit Hefe, Steinsalz und Kokosblütenzucker mischen. Öl und Wasser hinzugeben. Mit den Knethaken des Rührgeräts zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.

Es kann sein, dass der Teig noch zu fest ist und Wasser bedarf. Falls er zu dünn sein sollte, kann noch Mehl hinzufügt werden.

Den Backofen kurz auf 80 Grad Ober-/Unterhitze aufheizen. Ein Stück Backpapier ausbreiten, den Teig drauf geben und unter Zugabe zusätzlichen Mehls mit einem Nudelholz auswalken. Den ausgerollten Teig mit dem Backpapier auf ein Backblech geben.

Ein Geschirrtuch in warmes Wasser tauchen, auswringen und den Backrost damit belegen. Den Backofen wieder abschalten(!) und den Rost sowie das Backblech mit dem Pizzateig für etwa 30 Minuten im warmen Backofen gehen lassen.

Die Kartoffeln schälen, waschen und in ganz dünne Scheiben (1 mm) schneiden oder hobeln. Den Ziegenkäse grob zerbröseln und bereit stellen. Den Rosmarin waschen, trocken tupfen und die Nadeln vom Zweig trennen und zur Seite legen.

Sobald der Teig gegangen ist, kann das Backblech aus dem Ofen geholt und unbedingt auch der Rost mit dem Geschirrtuch entfernt werden(!). Den Backofen anschließend auf 200-220 Grad Umluft vorheizen.

Den Teig mit Olivenöl und mit der Creme fraiche bestreichen. Die Kartoffeln darauf verteilen und diese mit Trüffelöl beträufeln. Käse, Rosmarin und Pinienkerne drüber streuen. Mit Pfeffer würzen.

Wenn der Ofen heiß ist, kann die Pizza hinein gegeben und bei 200-220 Grad Umluft etwa 20 Minuten gebacken werden. Die Pizza ist fertig, wenn der Belag schön goldbraun und der Teig durch ist.

Zum Schluss: Einfach köstlich glutenfrei genießen!

Tipp: Besonders gut schmeckt die Pizza ganz frisch aus dem Ofen. Wenn etwas übrig bleiben sollte, kann man sie am nächsten Tag leicht erwärmt auch noch genießen. Zudem kann man den Teig (bitte unbedingt nach Anleitung gehen lassen!) inklusive Belag auch schon komplett vorbereiten und zu einem späteren Zeitpunkt backen. Dieser Boden eignet sich auch prima als Grundlage für ein Pizzabrot oder ein Foccacia.

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