Hallo ihr Lieben,

mein Name ist Jenny. Gerne könnt ihr hier mehr über mich, meine Geschichte und die Entstehung meines Blogs erfahren. Dazu nehme ich euch einfach mit auf eine Reise in meine Welt: Vor nunmehr zehn Jahren hatte ich schwere gesundheitliche Probleme. Mehrere Monate hindurch litt ich an starken Magenschmerzen und vielen anderen Problemen im Magen-Darm-Bereich. Ich nahm stark ab und wollte eigentlich am liebsten nichts mehr essen. Als dann nach einem schier unendlichen halben Jahr die Diagnose „Zöliakie“ gestellt wurde, war es für mich wie ein kleiner Weltuntergang. Von glutenfreier Ernährung und strenger Diät hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nichts gehört und auch mein Hausarzt konnte mir nicht wirklich weiterhelfen. „Schauen Sie doch einfach mal im Internet nach,“ riet er mir. Durch die Informationen der Deutschen Zöliakiegesellschaft (kurz: DZG), viel viel Eigeninitiative und einige Beratungsgespräche machte ich mich mit der Thematik vertraut, die von nun an mein Leben begleiten sollte.

Inzwischen sehe ich in der Erkrankung viel mehr einen Segen als einen Fluch. Denn dadurch habe ich einen anderen Umgang mit gesundem Essen gelernt. Ich gehe viel aufgeklärter und bewusster mit Ernährungsthemen um. Immer wieder durfte ich erfahren, wie viele positive Entwicklungen sich genau auf diesem Feld in den letzten Jahren abgespielt haben. So bin ich unendlich dankbar dafür, dass ich an vielen Orten der Welt wundervolle glutenfreie Speisen entdecken kann, immer wieder auf Offenheit, Interesse und verständnisvolle Hilfe stoße und jeden Tag lernen darf, wie lecker es sein kann, eine Diät einzuhalten. Mit den Jahren sind Kochen und Backen zu meinen liebsten Beschäftigungen geworden. Kochbücher zu durchstöbern, mich zu eigenen glutenfreien Rezepten inspirieren zu lassen und beim Kochen komplett abzuschalten – das liebe ich.

Auch beruflich begann ich mich während meines Studiums immer stärker in diese Richtung zu entwickeln. Am Lehrstuhl meiner Mentorin und Doktormutter, Prof. Dr. Gabriele Abels, spezialisierte ich mich innerhalb der Politikwissenschaft auf die europäische Lebensmittelsicherheit. Sowohl meine Abschlussarbeit als auch meine Promotion beschäftigen sich mit dieser Thematik.

Daraus ist in meinem Herzen die Idee gereift, das Projekt „jennylicious“ anzustoßen. In meinem Blog möchte ich euch zeigen, wie einfach es sein kann, glutenfrei zu kochen. Wie gut es möglich ist, nahezu alle Gerichte auch ohne Gluten zuzubereiten. Und natürlich wie unglaublich lecker diese Speisen sein können. Für mich ist es auch ein Herzenswunsch, dass alle die Interesse an glutenfreiem Essen haben, sich hier informieren können und wir uns in einem regen Austausch mit Neuigkeiten versorgen. Ganz besonders wichtig ist es mir dabei auch, dass all diejenigen, die gerade mit der Diagnose Zöliakie für sich selbst, ihre Kinder oder Freunde und Familienmitglieder, konfrontiert wurden, eine Möglichkeit haben, das Thema positiv anzugehen, aufgefangen zu werden und sich gut versorgt zu fühlen.

Auf meiner Seite möchte ich euch eine gesunde Lebensweise vorstellen, bewussten Genuss in den Vordergrund stellen und euch inspirieren.

Ich freue mich darauf und bin ganz aufgeregt, euch meine Rezepte, Ideen und Infos zu zeigen und ebenso auch euch kennenzulernen und mich mit euch auszutauschen.

Lots of Love,
Eure Jenny

 

Was ist Zöliakie?

Zöliakie (auch Glutenunverträglichkeit oder Sprue genannt) ist eine Autoimmunerkrankung, das bedeutet die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten. Der Ausbruch kann durch verschiedene Faktoren wie zum Beispiel Stress, Umwelteinflüsse etc. hervorgerufen werden. Die meisten von Zöliakie Betroffenen – wir nennen uns selbst auch Zölis – erkranken allerdings von Geburt an, im Baby-/Kindesalter oder erst im mittleren Alter (ab 50). Bei dieser chronischen Krankheit reagiert der Körper extrem auf das Klebereiweiß im Getreide, das Gluten. Sobald es in den Körper gelangt, bildet dieser Antikörper gegen das an sich nicht gefährliche Eiweiß. Damit beschädigt er sich jedoch selbst. Eine schrittweise Zerstörung der Darmzotten ist die Folge. In früheren Zeiten, als Zöliakie noch häufig unerkannt blieb, konnte eine Erkrankung gerade bei Kindern lebensgefährlich sein. Heute wird sie anhand eines Bluttests und einer Magenspiegelung mit Biopsie des Zwölffingerdarms diagnostiziert. Im Gegensatz zu einer Weizensensitivität oder einer Allergie können schon kleinste Mengen an Gluten – zum Beispiel Brotkrümel – schädlich für Zölis sein. Die auftretenden Beschwerden reichen von starken Magen-Darm-Problemen (Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, riesiger Blähbauch, Bauchschmerzen usw.), zu Hautausschlägen oder schlechten Blutwerten, die sich über längere Zeit ziehen können. Momentan gibt es noch keine Heilungsmöglichkeit. Auch Tabletten, die zum Schutz des Magens/Darms eingenommen werden könnten, wie sie bei einer Laktoseintoleranz eingesetzt werden, sind noch nicht auf dem Markt. Die einzige und sehr wirksame Behandlungsmöglichkeit ist eine lebenslange, strenge glutenfreie Diät. Hält man sich an diese, so gibt es keinerlei gesundheitliche Einschränkungen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist nicht nur möglich, sondern kann auch ganz lecker und einfach gestaltet werden.

Die wichtigsten glutenhaltigen Getreide sind Weizen, Gerste, Roggen, Dinkel und Kamut. Glutenfrei sind Hirse, Reis, Mais, Buchweizen, Quinoa, Amaranth und Teff.

Bei Hafer ist es etwas problematischer und schwerer zu differenzieren.

Solltet ihr euch eingehender mit diesem Thema beschäftigen wollen, findet ihr eine große Auswahl an Informationen und auch Hilfe auf den Seiten der Deutschen Zöliakiegesellschaft (DZG): www.dzg-online.de


Instagram @jennyliciousglutenfree